Bei unserem dreitägigen Prag-Trip haben wir ein paar schöne und noch dazu kostengünstige Highlights entdeckt, die wir in diesem Beitrag gerne teilen wollen.

Tipp Nr. 1: Gulasch und Bier mit Einheimischen

Auf der Suche nach gutem tschechischen Essen und leckerem Bier zu vertretbaren Preisen stießen wir am ersten Abend auf das Restaurant Ferdinanda. Recht unscheinbar liegt das urige Kellerlokal an der Karmelitska Straße im Stadtteil Malá Strana gar nicht weit entfernt von der Karlsbrücke. Im Kellergewölbe wird man auf rustikale Holzbänke platziert und landestypisch verköstigt. Was uns dabei besonders auffällt: an den Tischen um uns herum sitzen mehr Einheimische als internationale Touristen, das werten wir als sehr gutes Zeichen und auch sonst wurden wir keines Wegs enttäuscht, ganz im Gegenteil am folgenden Tag kehrten wir ohne Umschweife nochmal zurück. Geöffnet hat das Lokal in der Karmelitska Straße montags bis freitags von 11 bis 21 Uhr. Wochenendbesucher können ihr Glück jedoch in der Filiale in Nové Město versuchen, die in der Woche sogar bis 23 Uhr und auch am Sonnabend geöffnet hat. An Sonntagen haben beide Lokale geschlossen.

Tipp Nr. 2: Stärkung mit Ausblick über Prag

Ein Touritag in der Stadt wird schnell anstrengend, kleine Stärkungen sind also immer gern gesehen und wenn man den Aufstieg zur Prager Burg hinter sich gebracht hat, hat man sich auch eine Pause verdient. Wer nicht den teuren Standardkaffee von Starbucks in bester Lage unmittelbar vor den Toren der Burg trinken und dennoch nicht auf den Blick über die Stadt verzichten will, ist im U Zavěšenýho Kafe gut aufgehoben. Wir waren mit Palatschinken und heißer Schokolade hochzufrieden und würden jederzeit wiederkommen. Von der Terrasse hat man einen wunderbaren Blick zum Aussichtsturm Petrin. Auch der Innenraum ist sehr sehenswert und schön dekoriert, offenbar gibt es auch immer wieder Abende mit Livemusik.

Tipp Nr. 3: Vyšehrad, die ruhige Burg in Prag

Von der Prager Burg aus nicht nur auf der anderen Seite der Moldau, sondern auch fast am anderen Ende der Stadt liegt die Vyšehrad. Zu Fuß entlang der Moldau oder auch mit der U-Bahnlinie C gelangt man dennoch gut zur Burganlage. Der Park ist ganzjährige kostenlos geöffnet und so kann man nochmal einen neuen Blick über die Stadt und die Moldau entdecken. Wer denkt, dass sich deshalb auch ähnlich viele Touristen auf der Burg tummeln, wie man auf der Karlsbrücke antrifft, ist auf dem Holzweg, denn Wochenendausflügler und Jogger verteilen sich gut auf dem großen Gelände. Bei einem Besuch der Kasematten, des gotischen Kellers oder der burgeigenen Ausstellung kann man tief in die Geschichte der Burg eintauchen. Alle Infos und Tickets dazu bekommt man vor Ort im Besucherzentrum. Inwieweit die Besuchsangebote auch in deutscher Sprache verfügbar sind, kann ich leider nicht sagen, zumindest die Internetseite ist nur in auf Englisch und Tschechisch verfügbar.

Tipp Nr. 4: Bauernmarkt am Ufer der Moldau

Man kann einen Ort kaum besser kennenlernen als auf einem Bauernmarkt. Natürlich sind solche Märkte auch immer sehr touristisch geprägt, aber regionale Kunst und kleine Leckereien in wuseligem Ambiente am Ufer der Moldau sind einen Besuch wert. Der Bauernmarkt am Náplavka Ufer soll einer der beliebtesten Märkte Prag sein, auch bei Einheimischen. Außerdem ist der Spaziergang am Fluss aus der Altstadt vorbei am tanzenden Haus für sich schon wunderschön. Aus Süden kommend liegt der Markt auf dem Weg von der Vyšehrad in die Altstadt. Geöffnet ist er jeden Sonnabend ab 8 Uhr. Natürlich gibt es noch einige andere Märkte in der Hauptstadt, eine kleine Zusammenstellung findet man zum Beispiel bei der Prager Touristeninformation.

Tipp Nr. 5: Pause im jüdischen Viertel Prags

Wer sich wie wir an einem Sonnabend ins jüdische Viertel verirrt, steht vor sehr vielen verschlossenen Türen, denn es ist Sabbat. Demzufolge haben auch die vielen, sicher sehr schönen jüdischen Lokale geschlossen. Zurück in die Altstadt ist es zwar nicht weit, aber in den wenigen Einkehrmöglichkeiten, die doch geöffnet haben, sitzt es sich einfach ruhiger. Einen schönen Platz für eine Pause findet man zum Beispiel in der Břehová Straße 6 gegenüber des Abzweigs in die U Starého Hřbitova Straße. Gerne würde ich an der Stelle den Namen der Café-Bar-Mischung nennen, doch das ist gar nicht so einfach, der Google-Maps-Eintrag ist etwas veraltet und mein Gedächtnis offenbar nicht gut genug. Aber wer in den Gastraum tritt, steht unmittelbar in einer kleinen Kuriositätensammlung: an der rot gestrichenen Wänden hängen unzählige alte Werbetafeln aus Blech und auf dem Tresen steht eine uralte Kasse. Hinter der Bar findet sich so ziemlich jede Art von Alkohol und der Wirt singt oder summt fröhlich zur Gutelaunemusik. Auf der Karte finden sich süße und herzhafte Speisen und diverse Getränke mit und ohne Alkohol, sodass sich eine kleine Pause hier wunderbar aushalten lässt.

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